Nationalpark
Berchtesgaden

Tiere

Steinadler

Natur:

Die Tierwelt des Nationalparks

Der Nationalpark beherbergt die typischen Tierarten eines nordalpinen Gebirgsraumes. Hier stellen wir Ihnen die bekanntesten vor. Ausführliche Informationen über diese und weitere Tierarten sowie deren Lebensräume finden Sie im Buch „Die Tierwelt im Nationalpark Berchtesgaden“.

Steinadler:

Wenn der Steinadler seine weiten Kreise über den Tälern des Nationalparks zieht oder an den Steilhängen im Gleitflug auf Jagd geht, ist dies ein beeindruckendes Erlebnis. In den letzten Jahren lebten bis zu 6 Brutpaare im Nationalpark und seinem Vorfeld. Seit 1994 steht der Steinadler durch das Projekt der Allianz-Stiftung „Schutz der Steinadler in den Alpen“ unter besonderer Beobachtung.

Kennzeichen: Spannweite bis zu 2 m, Gefiederfarbe überwiegend dunkelbraun.

Gams/Gämse:

Die Gämse kann man im Sommer vor allem in den Hochlagen beobachten. Im Winter zieht sie eher in tiefere, geschützte Bereiche. Sie kann ausgesprochen gut klettern, da sie mit ihren elastischen Sohlen selbst im steilen Fels noch Halt findet. Das Projekt „Lebensraumansprüche der Gemse“ setzte sich intensiv mit dieser Tierart auseinander.

Kennzeichen: im Sommer gelbbraun mit einem schwarzen sog. Aalstrich auf dem Rücken. Im Winter deutlich längeres und dunkelbraunes Fell. Aufrechte, an der Spitze stark gekrümmte Hörner.

SteinbockSteinbock:

Vermutlich war der Steinbock ursprünglich nicht in den Berchtesgadener Alpen heimisch. Erst in den 1930er Jahren wurde er für die Jagd im Gebiet der Röth (Obersee) eingebürgert. Bis heute leben dort 60-80 Tiere. Aufgrund des beschränkten Lebensraums und Nahrungsangebots reguliert sich der Bestand von selbst, die Steinböcke müssen nicht bejagt werden.

Kennzeichen: braunes, kurzes Fell, mächtige, große, leicht nach hinten gebogene Hörner.

Murmeltier:zwei junge Murmeltiere

Das Murmeltier („Mankei“) lebt im Familienverband in der Region der alpinen Matten und auf Weideflächen unterhalb der Waldgrenze. Gut zu beobachten sind Murmeltiere in den Bereichen Jenner, Gotzen- und Wasseralm und am Funtensee. Im Winter halten sie in ihren unterirdischen Bauen Winterschlaf.

Kennzeichen: Nagetier, etwas größer als ein Kaninchen. Fell gelb- bis schwarzbraun, buschiger Schwanz mit schwarzer Spitze.

Rotwild:Hirsch an der Winterfütterung St. Bartholomä

Die größten Waldtiere im Nationalpark sind das Rotwild. Die Hirsche tragen mächtige Geweihe, die sie für ihre Brunftkämpfe benötigen. Im Herbst ist ihr Röhren in der Abenddämmerung im Klausbachtal weithin zu hören. Im Winter zieht das Rotwild in tiefere Lagen. Um hier den Wald vor übermäßigem Verbiss zu schützen, wurden im Nationalpark Wildfütterungen eingerichtet. Im Frühjahr verlässt das Wild die Fütterung und zieht sich wieder in höhere Lagen zurück.

Kennzeichen: rotbraunes Fell, Männchen tragen ein großes Geweih.

Weitere Informationen:

Fachliteratur des Nationalparks:

Forschungsbericht 3, 17, 18, 21-24., 27, 28, 31, 33, 34, 44, 45, 47, 48

Forschungsprojekte: