Fischbiologie des Königsees: Nahrungsangebot und Nahrungswahl
Forschungsbericht 23
R. Gerstmeier, 1991
70 Seiten, 4 Abbildungen, 65 Grafiken
Inhaltsverzeichnis
Die quantitative Erfassung benthaler Chironomiden (Diptera) des Königssees von Roland Gerstmeier 5
Einleitung 5
Beschreibung des Untersuchungsgebietes 6
1. Allgemeine Angaben 6
2. Lage der Probestellen 7
Material und Methoden 8
1. Entnahme quantitativer Benthosproben 8
2. Aufarbeitung der Bodenproben 8
3. Bemerkungen über die Wahl der Methodik bei Benthosuntersuchungen 8
4. Proben der Oberflächendrift und Zucht 8
5. Artbestimmung und Präparation 9
Ergebnisse 10
1. Artenliste 10
2. Artenzahl im Vertikalprofil 10
3. Bathymetrische Verteilung 11
3.1 Bathymetrische Verteilung der Unterfamilien bzw. Tribus 11
3.2 Bathymetrische Verteilung der wichtigsten Larven 12
4. Mittlere Abundanzen der häufigsten Arten 15
4.1 Larven und Puppen (Insgesamt) 15
4.2 Saisonale Veränderung der mittleren Abundanzen der Micropsectra-Puppen 16
4.3 Saisonale Veränderung der mittleren Abundanz der häufigsten Larven 16
4.4 Saisonale Abundanzen in einzelnen Tiefenstufen 19
Diskussion 21
1. Artenspektrum und bathymetrische Verteilung 21
2. Mittlere und saisonale Abundanzen 22
3.Vergleich der Chironomidenbesiedelung mit anderen Seen 23
4. Chironomiden als Indikatoren für die Gewässergüte 24
Zusammenfassung 26
Danksagung 26
Literaturverzeichnis 27
Nahrungsökologische Untersuchungen an Fischen im Nationalpark Berchtesgaden von Roland Gerstmeier 30
Einleitung und Problemstellung 30
Übersicht zur Methodik bei Magenuntersuchungen 31
Material und Methoden 33
Zur Biologie der wichtigsten benthischen Fischnährtiere 35
1. Sialis lutaria L. 35
2. Phryganea bipunctata Retz. und Agrypnia varia F. 35
3. Centroptilum luteolum Müller 36
4. Asellus aquaticus L. 36
5. Radix ovata Drap. 36
6. Chironomidae 36
Ergebnisse 37
1. Varianzanalyse für die abhängigen Variablen Benthos, Plankton, Nekton und Chironomiden-Puppen 37
2. Perca fluviatilis L. 37
2.1 Verhältnis leere/volle Mägen 37
2.2 Saturität 37
2.3 Prozent-Verteilung der 5 Haupt-Nahrungsgruppen 39
2.4 Prozent-Anteil der Benthos-Nahrungskategorien 39
2.5 Prozent-Anteil der 5 Haupt-Nahrungsgruppen innerhalb der Längenklassen 41
2.6 Unterschiede der Nahrungsaufnahme unter Berücksichtigung von Geschlecht, Alter, Reifegrad und Fanggerät 41
3. Coregonus macrophthalmus Nüsslin 43
3.1 Verhältnis leere/volle Mägen 43
3.2 Saturität 43
3.3 Prozent-Anteile der 5 Haupt-Nahrungsgruppen 43
3.4 Prozent-Anteile der 5 Haupt-Nahrungsgruppen innerhalb der Längenklassen 44
3.5 Prozent-Verteilung der Zooplanktonarten 44
3.6 Prozent-Anteil der Benthos-Nahrungskategorien 45
3.7 Mollusken-Verteilung 45
3.8 Unterschiede der Nahrungsaufnahme unter Berücksichtigung von Geschlecht Alter, Reifegrad und Fanggerät 46
4 .Salvelinus alpinus salvelinus L. 46
4.1 Verhältnis leere/volle Mägen 46
4.2 Saturität 46
4.3 Prozent-Anteile der 5 Haupt-Nahrungsgruppen 48
4.4 Verteilung der Zooplanktonarten 48
4.5 Prozent-Anteile der Benthos Nahrungskategorien 48
4.6 Prozent-Anteile der 5 Haupt-Nahrungsgruppen innerhalb der Längenklassen 49
4.7 Unterschiede der Nahrungsaufnahme unter Berücksichtigung von Geschlecht, Alter
Reifegrad und Fanggerät 51
4.8 Die Grünsee-Seesaiblinge 52
5. Esox lucius L. 53
5.1 Leere/volle Mägen und Saturität 53
5.2 Nahrung 53
6. Lota lota L: 53
7. Cottus gobio L. 54
8. Salvelinus fontinalis Mitch. 54
9. Squalius cephalus L., Salmo trutta f. fario L. und f. lacustris L., Tinca tinca L. und Anguilla angullia L. 54
10. Räuber-Beute-Diagramm Nekton 54
11. Sorensen-Index 54
12. Dominantenidentität 55
12.1 Dominantenidentität der Mittelwerte aus beiden Jahren 55
12.2 Dominantenidentität der einzelnen Untersuchungstermine 56
Diskussion 57
1. Allgemeines 57
2. Barsch 57
3. Renke 57
4. Seesaibling 59
5. Die übrigen Fische 60
6. Beziehung der Nahrungszusammenstellung mit der Fischlänge 60
7. Nahrungskonkurrenz 61
Ausblick 63
Zusammenfassung 63
Danksagung 64
Literaturverzeichnis 65
Anhang 67
Zusammenfassung
Der Königssee ist nach dem Starnberger See und dem Bodensee der dritte Alpen- bzw. Voralpensee, der hinsichtlich seiner Chironomidenfauna untersucht wurde.
Bisher konnten im Königssee 76 Chironomidenarten nachgewiesen werden, wovon 19 Arten das Profundal (ab 20m Tiefe) besiedeln.
Sowohl im Profundal des Königssees, als auch des Bodensees und des Starnberger Sees ist Micropsectra die vorherrschende Gattung, im Profundal des Königssees dominiert M. coracina.
Die saisonale Veränderung der qualitativen und quantitativen Zusammensetzung der Chironomidenfauna sowie ihre bathqmetrische Verteilung in den Weichsedimenten des Königssees bis 190m Tiefe werden dargestellt.
Die tiefste Stelle von 190m Tiefe wird lediglich von den Gattungen Micropsectra und Ablabesmyia besiedelt.
Eine maximale Abundanz wurde in 10m Tiefe mit 14096 Larven/m2 der Art Paracladius alpicola gefunden.
Die Chironomiden-Besiedlung des Königssees wird mit derjenigen anderer Seen verglichen und die Eignung von Chironomiden als Indikatoren für die Gewässergüte wird diskutiert. Dabei ergab die Anwendung zweier Indices zur Trophieindikation für den Königssee lediglich einen leicht oligitrophen Charakter.