Klimatologie des Alpenparks
Forschungsbericht 25
G. Hofmann 1992
130 Seiten, 4 Abbildungen, 166 Grafiken
Inhaltsverzeichnis
Windsysteme und Inversionen von Gerhard Hofmann
1 Zusammenfassung 5
2 Einleitung- 6
2.1-Theoretische Grundlagen-6
2.2-Aufbau des Windmeßnetzes-6
3-Ergebnisse der Windmessungen- 7
3.1-Station 00 - Triftplatz Berchtesgaden, August - November 1984-7
3.2-Station 01 - Jennergipfel, Oktober und November 1984-8
3.3-Station 03 - Oberschönau-9
3.4-Station 91 - Königssee-9
3.5-Station 92 - Ramsau (unten)-10
3.6-Station 93 - Ramsau (oben)-11
3.7-Station 94 - Bischofswiesen-11
3.8-Station 95 - Dietfeld-12
3.9-Station 96 - Untersalzberg-12
3.10-München - Riem-14
3.11-Wendelstein-14
3.12-Zusammenfassung der Windmessungen-14
4-Ergebnisse der Vertikalsondierungen- 16
4.1-Aufstiege im Zeitraum 5.00 - 6.30 Uhr-16
4.2-Aufstiege im Zeitraum 8.40 - 10.00 Uhr-16
4.3-Aufstiege im Zeitraum 16.15 - 17.30 Uhr-16
4.4-Aufstiege im Zeitraum 21.30 - 22.30 Uhr-16
5-Vertikale Temperaturverteilung- 17
5.1-Temperatursondierungen im Zeitraum 5.00 - 6.30 Uhr-17
5.2 Temperatursondierungen im Zeitraum 6.30 - 7.30 Uhr-17
5.3 Temperatursondierungen im Zeitraum 7.35 - 9.30 Uhr-17
5.4 Temperatursondierungen im Zeitraum 15.00 - 17. 45 Uhr-17
5.5 Temperatursondierungen im Zeitraum 18.00 - 19.00 Uhr-17
5.6 Temperatursondierungen im Zeitraum 19.00 - 20.00 Uhr-17
5.7 Temperatursondierungen im Zeitraum 20.00 - 22.00 Uhr-18
5.8-Beispiel einer anhaltenden Inversion-18
5.9-Zusammenfassung Kapitel 4 und 5-18
6-Verzeichnis der Tabellen- 19
7-Verzeichnis der Abbildungen- 45
Zusammenfassung
Im Jahre 1984 wurden in Berchtesgaden zahlreiche Vertikalsondierungen mit Hilfe eines Fesselballons, von Radiosonden und Pilotballonen durchgeführt. Daneben wurde ein Windmessnetz in der Umgebung installiert.
Besonders an Schönwettertagen bilden sich zwei Windsysteme aus; von untergeordneter
Bedeutung, sowohl die Dauer als auch die Mächtigkeit betreffend, ist das Hangwindsystem.
Dominierend ist in jedem Fall das Berg-Talwindsystem, das durch die Erwärmung und Abkühlung in der Luft im Gebirge hervorgerufen wird und zu einem großräumigen Luftaustausch zwischen den Alpen und dem Alpenvorland führt.
Dabei werden untertags nicht nur die im Berchtesgadener Raum selbst entstehenden Schadstoffe bis in die Hochlagen der Berge transportiert. Zwar weht der Talaufwind nur mit einer relativ
geringen mittleren Geschwindigkeit von ca. 2ms-1, selbst bei einer Andauer von nur ca. 8 Stunden ergibt dies einen Windweg von mehr als 50 km.
Das Einzugsgebiet des Talaufwindes reicht demnach weit in das Alpenvorland hinaus, hier vorhandene Luftbelastungen werden untertags bis ins Hochgebirge verfrachtet. Während der Nacht strömt kalte Luft an den Hängen und in den Tälern abwärts und führt bis weit ins Alpenvorland hinaus sicher zu einer Verbesserung der Schadstoffsituation.
An Schönwettertagen ist das Berg-Talwindsystem besonders gut ausgeprägt, jedoch auch bei praktisch allen anderen Wetterlagen noch nachweisbar.
Alle Emissionen bleiben in der bodennahen, etwa 600 - 800m dicken Inversionsschicht, d.h. in einer Höhe bis ca. 1200 - 1400m ü. NN, solange die Inversion andauert.
Inwieweit das Berg-Talwindsystem bei anhaltender Inversion im Herbst un Winter noch wirksam ist, wird in einem weiteren Bericht noch dargestellt.